Neues Krankenkassenwahlrecht bei Arbeitgeberwechsel

Neues Krankenkassenwahlrecht bei Arbeitgeberwechsel

Das Krankenkassenwahlrecht bei einem Arbeitgeberwechsel oder auch einem Statuswechsel wurde flexibler für den Versicherten gestaltet. Ein Krankenkassenwechsel ist nun unter bestimmten Voraussetzungen auch ohne Kündigung und die Einhaltung der gewohnten gesetzlichen Kündigungsfristen möglich.

Das Bundessozialgericht hat im September 2018 das Krankenkassenwahlrecht revolutioniert. So ist es einem Versicherten jetzt auch unter bestimmten Bedingungen möglich, die Krankenkasse vor Ablauf der gesetzlichen Kündigungsfrist zu wechseln. Erfolgt eine Änderung des Versicherungsverhältnisses, zum Beispiel ein Statuswechsel oder Arbeitgeberwechsel, kann man nun die Krankenkasse sofort wechseln. Wichtig ist allerdings, dass die 18monatige Bindungsfrist nicht aufgehoben wurde. Das heißt man muss in den letzten 18 Monaten durchgängig bei der aktuellen Krankenkasse versichert gewesen sein.

Krankenkassenwahlrecht bei Arbeitgeberwechsel

Ein Arbeitgeberwechsel der nahtlos, also ohne Unterbrechung, erfolgt, ermöglicht es nun zum Termin der Änderung direkt die Krankenkasse zu wechseln. Wichtig  ist, dass man bereits die gesetzliche Bindefrist von 18 Monaten bei der aktuellen Krankenkasse verbracht hat. In diesem Fall muss der alten Krankenkasse nicht separat gekündigt werden. Es muss lediglich binnen der ersten zwei Wochen des Arbeitgeberwechsels ein Antrag bei der neuen Krankenkasse eingereicht werden. Geschieht dies nicht, löst dies wie gehabt eine erneute Bindefrist von 18 Monaten an die bisherige Krankenkasse aus. Versicherte müssen also selbst aktiv werden und sollten sich nicht darauf verlassen, dass sie von ihrer Krankenkasse über diese Kündigungsoption informiert zu werden.

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